bpt-Landesverband praktizierender Tier�rzte Mecklenburg-Vorpommern, Tollwutimpfung

 

 

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Impfintervalle bei Tollwutimpfung
 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen !

Die Information einiger Firmen zu den inzwischen beantragten und anscheinend auch genehmigten Impfstoffen mit einer Verl�ngerung der Impfintervalle hat viele Tier�rzte verunsichert. Wie kann man rechtsicher vorgehen ?

Die im Dezember 2005 verk�ndete Tollwutverordnung l�sst es zu, Impfintervalle entsprechend den Zulassungsbedingungen in den Impfdokumenten und damit einen g�ltigen Impfschutz zu dokumentieren. Die bis dahin geltende einj�hrige Dauer des Impfschutzes nach einer Tollwutimpfung ist also kein fester Begriff mehr.

Grunds�tzlich ist zu sagen, dass in Deutschland nur Impfstoffe verwendet werden d�rfen, die den nationalen also deutschen Zulassungsbestimmungen entsprechen. Impfstoffe, die zur Anwendung kommen m�ssen entsprechend den Anwendungshinweisen auf dem beiliegenden Beipackzettel angewendet werden. Ein fernm�ndliche, fernschriftliche oder allgemeine Ansage entspricht dagegen nicht dem rechtlichen wert eines Beipackzettels. Wenn Sie also Impfstoffe anwenden, in denen die einj�hrige Wiederholungsimpfung in der Packungsbeilage angegeben ist, k�nnen Sie nur das einj�hrige Wiederholungsintervall angeben.

Wurden Ihnen Beipackzettel nachgereicht m�ssen diese den Chargennummern Ihrer Impfcharge entsprechen. Ansonsten haben sie f�r Ihre Charge keine Bedeutung.

Wollen Sie auf der sicheren Seite sein und damit eventuellen Haftungsanspr�chen ruhig entgegensehen k�nnen, k�nnen Sie logischerweise nur die im Beipackzettel angegebene Mindestdauer des Impfschutzes in das Impfdokument eintragen. Nur dann greift die Produkthaftung des Herstellers direkt.

Die M�glichkeit eine l�ngere Dauer des Impfschutzes entsprechend der Angaben des Herstellers zu dokumentieren, ist dem Tierarzt erm�glicht. Aber er muss diese Entscheidung auch verantworten. Das hei�t, er kann nicht per se die l�ngste Dauer des Impfschutzes eintragen sondern er muss f�r die spezielle Anwendung, f�r jedes Tier und f�r jeden Fall eine Abw�gung vornehmen, die er nat�rlich auch im Haftungsfall verantworten k�nnen muss. Dabei sind medizinische Sachverhalte wie Immunstatus, erfolgreiche Grundimmunisierung , Infektionsdruck und allgemeine Infektionsgeschehen zu ber�cksichtigen. Im Zweifelfall muss auch die Immunreaktion des Einzeltieres durch geeignete Untersuchungsmethoden �berpr�ft werden.

Sie werden also erkennen, dass allgemeine Erkenntnisse und Forschungsergebnisse aus �bersee oder dem europ�ischen Ausland nicht entscheidend f�r Ihre tier�rztliche Handlungsweise im Umgang mit Impfstoffen in Deutschland sind. Gefragt ist Ihre ganz pers�nliche tier�rztliche Entscheidung, die Sie auch ganz pers�nlich zu verantworten haben. Ihr tier�rztlicher Sachverstand ist hier einzig und allein ausschlaggebend.


Mit freundlichen Gr�ssen

Dr. Hans-Joachim G�tz
Pr�sident des Bundesverbandes der praktizierenden Tier�rzte
Vorsitzender des Arzneimittelausschusses der BTK

18.03.2006

 

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